Bundestrojaner mit VoIP Lauscher

Wird der nächste Bundestrojaner ein fieser VoIP-Trojaner namens FinSpy?

Hinweise dafür gibt es, denn das Bundeskriminalamt testet derzeit FinSpy als Nachfolger für den verkorksten Bundestrojaner. Und die Spezialität von FinSpy ist gerade das Mitschneiden von VoIP-Gesprächen. Außerdem soll sich FinSpy besonders leicht auf PCs und Smartphones installieren lassen, etwa via WLAN, per USB-Stick oder als gefälschtes Programm-Update.

Keine Eigenentwicklung
FinSpy ist aber keine Eigenentwicklung des BKA, sondern stammt von der Firma Gamma International GmbH aus München. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Der Erwerb der Software erfolgte laut Bundesregierung vor der Entscheidung, Überwachungs-Software selbst zu entwickeln. Derzeit werde lediglich geprüft, ob Software wie FinSpy in der Übergangszeit eingesetzt werden kann, eben genau solange, bis das BKA eine behördeneigene Software entwickelt hat.

Zweifelhafter Einsatz von FinSpy
Pikant ist, dass FinSpy in Fachkreisen kein unbeschriebenes Blatt ist und etwa von der Staatssicherheit in Ägypten für die TK-Überwachung zum Einsatz kam. Laut Medienberichten ist Gamma International auch in dubiose Geschäfte mit Überwachungs-Technik mit Oman und Turkmenistan verstrickt.
 (jg)

Quelle : CHIP

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